Erfolg mit Videos für Unternehmen – die wichtigsten Schritte

Während bei kleinen Firmen und Startups das grösste Problem darin besteht, aus dem vorhandenen Sortiment dasjenige auszuwählen, welches den meisten Nutzen hat — “biggest bang for the buck”. Liegt das grösste Problem bei bereits gewachsenen aber noch nicht allzu grossen Firmen nicht darin ob man sich jetzt das 50€ Licht oder das 80€ Licht kauft, sondern darin, DAS man sich überhaupt ein Licht kaufen muss.

Mittelgrosse Firmen, die zwischen Mittelstand und kleinen Firmen stehen, haben den Luxus mehr Budget zu haben. Aber eben noch nicht so viel Budget, dass man damit eine Agentur, wie zCasting 3000, alleine mit der Arbeit beschäftigen kann. Bei Firmen dieser Grösse läuft es, bei einer Zusammenarbeit mit zCasting 3000, häufig auf eine Art Beratung mit kleineren Produktions-Elementen hinaus.

Im Grunde genommen bedeutet das eben, ob man jetzt 30€ mehr oder weniger für ein Licht ausgibt ist nahezu irrelevant. Bei der Preisspanne nimmt man eben das Licht, welches besser funktioniert. Für die Aufnahmen und die Produktion müssen die eigenen Leute arbeiten. Heisst also der Gros der Channel-Arbeit wird noch von einem internen Team (oder Einzelperson) erstellt. Die Fähigkeiten dieser Person reichen aber häufig nicht über das gesamte Spektrum der erforderlichen Talente für gute Video- und Audio-Produkte, somit werden einzelne Sachen dazu gekauft oder in Auftrag gegeben.

Was brauche ich eigentlich?

Den Start für mittelgrosse Firmen kann man meist schon etwas später in der Kette fassen und mit einem großzügigeren Budget arbeiten. Deswegen, was macht Sinn und was nicht?

Auf spät oder kurz muss jeder Social Media Channel, ob für eine kleine oder große Firma, eine einheitliche Corporate Identity vorweisen. Es sieht einfach schöner aus, wenn man sieht, dass sich hier jemand die Mühe gemacht hat. Für die einheitliche Corporate Identity ist es bei der Video- wie Audio-Produktion diverse wiederkehrende Elemente einzusetzen. Stichworte sind hier etwa:

  • Bauchbinden
  • Intro- und Outro-Animation
  • Stinger/Bumper
  • Channel Bug

Bauchbinden kennen wir alle. Wenn in der Nachrichtensendung eine wichtige Person im Interview steht, erscheint am unteren Bildschirmrand eine kleine Info über den Namen und Beruf der Person. Diese kleine Grafik, die ja über dem eigentlichen Video liegt, nennt sich Bauchbinde, oder auf Englisch “Lower Third”, weil er am unteren Teil des Bildes erscheint. Diese Grafik wird in einfacher Ausführung einfach nur drüber gelegt und in etwas komplexerer Art auch gerne nach CI animiert. Animiert sieht immer etwas schicker aus — auch wenn nur minimalistisch animiert.

Eine Intro- bzw. Outro-Animation kommt an den Anfang bzw. das Ende eines Videos. Sie leitet das Programm ein und aus. Hier wird häufig wieder Bezug zur Firma genommen im Bezug auf Farbgebung und Aussehen dieser kleinen Animation. Jedoch auch die Art und Weise wie sich die Grafik “rein animiert” spiegelt klassisch das Unternehmen direkt wieder. Ein paar Beispiele unter denen sich viele etwas vorstellen können: gelassen, ruhig, cool, minimalistisch, stilvoll, aufwändig, imposant, flashig, explodierend, jugendlich.

Ein Bumper ist im Grunde das gleiche wie die Intro-Animationen, jedoch in Audio-Form. Häufig werden kurze, aber einprägsame, Melodien verwendet, welche den Wiedererkennungswert des Kanals und der Marke steigern sollen. Kleine Unternehmen und Einzelkämpfer haben es hier sehr schwer. Eine gute Audio-Melodie ist oft nur speziell komponiert wirklich gut. Bedient man sich irgendwelchen Stock-Materials ist die Wiedererkennung oft nicht ganz so gut. Aber auch mittelgrosse Unternehmen haben es schwer. Eine Eigenkomposition ist teuer. Deshalb greifen auch in diesem Segment viele Firmen auf vor-komponiertes, hoffentlich eingekauftes, Material zurück. Aber auch hier läuft der Buchverlag Gefahr die gleiche Melodie wie der Sanitär zu benutzen. Die Wiedererkennung ist also buchstäblich …

Als Channel Bug habe ich mir erlaubt eine weitere Kategorie der Overlay-Grafiken mit hinzu zu nehmen. Das kennen wir auch alle. Auf Deutsch nennen wir das gerne mal “Senderkennung”. Die kleine, häufig durchsichtige, Grafik am oberen rechten oder linken Bildschirmrand wo wir das Senderlogo sehen. Bug, also Käfer, heisst er wahrscheinlich deshalb weil diese Grafik wie eine Fliege auf dem Bild drauf sitzt.

Solche Elemente kann man einkaufen oder erstellen lassen. Bei beidem kann zCasting 3000 natürlich helfen. Wir haben für viele Unternehmen bereits solche Animationen und Bumper erstellt. Wir kennen uns also aus. Möchte man aber selbst auf die Suche gehen, wird man meist bei einer der zahlreichen Stock-Footage Webseiten fündig. Dort zahlt man entweder pro Element oder für das ganze “Theme”. Ab 50€ ist man dabei. Allerdings bin ich davon selbst nur schwer zu begeistern, da meine Erfahrung ist, dass diese Animations-Elemente oder gar ganze Themes, häufig nicht auf das Unternehmen passen. Und es ist leider nicht so, dass je länger man sucht, desto wahrscheinlicher es wird etwas zu finden. Irgendwann gibt man vielleicht verzweifelt auf.

Wir selbst arbeiten auch mit solchen vorgefertigten Elementen. Beispielsweise als Basis für einen Kunden. Das hilft häufig einen gewissen Vorsprung zu bekommen, weil man nicht erst am Anfang muss, sondern irgendwo in der Mitte. Solche Arbeiten können bei vielen als Tagessatz-Arbeit angefragt werden.

Next Level

Nachdem der Channel nun auch für die mittelgrossen Unternehmen in einigermassen trockenen Tüchern ist, fragen sich viele Kunden was nun hier der nächste Level sein kann? Unserer Erfahrung nach haben kleine Teams das Problem, dass nach einer ersten anfänglichen Euphorie es nach etwa drei Monaten zäh wird.

Dort trifft man dann häufig auf das Problem der Themenplanung, Zeiteinteilung, Priorisierung und zu guter letzt die Analyse und Evaluation.

Themenplanung

Mögliche Themen für den Video- und Audio-Kanal zusammen zu suchen ist am Anfang für viele Teams ganz toll! Die kreative Brainstorming Phase ermöglicht es vielen zwanglos mit Ideen um sich zu werfen. “Vielleicht wird das ja mal ein Thema. Ich schreib’s mal auf.”, hört man häufiger. Und so sammeln sich auf Korkbrettern eine illustre Anzahl an (nicht unbedingt) zusammenhängenden möglichen Video-Ideen. Diese Phase muss meiner Meinung auch sein. Für den Start ist es wichtig eine kritische Masse an möglichen Themen zu erreichen. Bei einigen Kunden hilft das ein wenig die Befürchtung zu schmälern die Themen würden zu schnell ausgehen. “So viel Storytelling können wir doch gar nicht machen! Wir haben doch gar nicht so viel zu erzählen!” Habt ihr doch!

Das Problem ist also nicht das Korkbrett zu füllen. Das Problem ist das Korkbrett abzuarbeiten und immer wieder mit neuen Sachen nach zu füllen. Es ist tatsächlich nicht so, dass die Themen “ausgehen” würden, so wie es manche Kunden gerne suggerieren möchten, sondern die anfängliche Euphorie ist einfach weg. Es ist hart, wir wissen das aus eigener Erfahrung schliesslich machen wir das schon etliche Jahre. In meinem Fall über 20 Jahre. Die anfängliche Euphorie ist schon lange vorbei. Jedes neue Ding das ich erstelle ist Arbeit. Und deswegen nennt man es auch Arbeit. Arbeit trennt die Spreu vom Weizen.

Das hilft aber vielen nicht. Die konstante Themenplanung muss ein zentraler Bestandteil des Channels werden. Bei der Podcast Produktion merke ich es am deutlichsten. Der Podcast muss sich oft “neu erfinden”. Der Podcast muss sich wandeln. Der Podcast darf nicht fest sein. Wenn Planung, Durchführung und Publikation zu steif sind, funktioniert es nicht. Wenn alles zu laissez faire ist aber auch nicht. Die richtige Mischung zu finden, ist die Arbeit eines guten Produzenten.

Zeiteinteilung und Priorisierung

Kommen wir gleich zum nächsten Punkt, der sich teilweise aus dem vorangegangenen entwickelt. Veränderte betriebliche Umstände führen dazu, dass Teams neu besetzt werden oder sich der Fokus eines Unternehmens ändert. Das macht erschwert es zu erkennen, warum ein Channel nicht mehr funktioniert. Ist jetzt das Unternehmen selbst mit am Untergang eines Channels beteiligt, oder liegt es an veränderten Umständen auf der jeweiligen Platform?

Pauschalisieren kann man das nicht. Es kann an sowohl als auch liegen. Hier kann es womöglich ratsam sein einen neutralen Posten ausserhalb des Unternehmens zu haben, der das Geschehen mitbekommt und, falls gewünscht, eingreift.

Analyse und Evaluation

Mit der vorigen Aussage einhergehen ist dann der empfohlene Schritt der Analyse. Die Fälle nach zu konstruieren um daraus Rückschlüsse zur Verbesserung zu führen. Das schliesst sowohl die Online-Auswertung wie auch eine Offline-Auswertung mit ein. Wie bereits beschrieben, bringen viele Online Plattformen einfache Auswertungs-Werkzeuge bereits mit. Allumfassend sind diese aber nicht. So ist es oft schwierig auf Aktivitäten der einen Plattform Rückschlüsse über Erfolg und Nicht-Erfolg auf einer anderen zu schliessen.

Wichtiger als sich nur vorzunehmen eine solche Auswertung zu machen, ist es sie dann auch tatsächlich durchzuführen. Das ist weitaus häufiger der Knackpunkt als man sich das vielleicht vorstellt. Besonders in mittelgrossen Unternehmungen fehlt dann am Ende der Energie auch noch die Zeit für eine Analyse, wird auf morgen morgen nur nicht heute verschoben, bis das nächste grosse Projekt ansteht. Dort wird dann direkt der Auftrag gegeben, statt zu versuchen das Feedback der letzten Durchführung mit einzubeziehen.

Natürlich gibt es auch sehr positive Beispiele hier. Ich möchte nichts schwarz malen. Mir liegt es aber daran einen schlechten Fall als Beispiel zu nennen, damit Raum für Verbesserungen da ist.

Sollten Sie aber Beratung für kleine, mittelgrosse und grosse Unternehmen suchen, treten Sie mit uns in Kontakt. Wir haben einige erstklassige Partner an der Hand, die ihrem Unternehmen sicher helfen können.

Schlusswort

Zum Schluss bleibt noch zu sagen, dass es sich empfiehlt auch den ersten Teil dieses Artikels durchzulesen. Wir haben bei der Korrektur gemerkt, dass es einige Bemerkungen gibt, die für kleine und grosse Gruppen zutreffen.

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